Ins Tun kommen – Treptow-Köpenick interreligiös

Ins Tun kommen – Treptow-Köpenick interreligiös

Im letzten Jahr hat sich ein Netzwerk bezirklicher Akteur:innen gebildet, das Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen und religiöser Hintergründe miteinander ins Gespräch bringen möchte. Zusammen wollen wir Gemeinsamkeiten aufzeigen, Vorurteile abbauen und Raum schaffen für Dialoge über gutes Leben in einer weltanschaulich pluralen Gesellschaft.

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Pessach und Ostern fallen häufig auf einen ähnlichen Zeitraum. Zu Ostern feiern Christ:innen die Auferstehung Jesu – und damit die Befreiung von Sünde und Tod. Die Befreiung aus der Sklaverei ist beim jüdischen Pessach-Fest das Hauptmotiv. Wie feiern Jüdinnen und Juden heute Pessach? Was ist für sie dabei besonders? Darum geht es in diesem Film, der auch offline in Schaufenstern und Gemeinden im Bezirk zu sehen sein wird.

Der Film entstand in Kooperation mit TKVA und Welcome! der Sozdia. 

Treptow-Köpenicker:innen feiern ganz unterschiedliche Feste. Oft bekommen wir davon gar nichts mit, denn sichtbar ist in in unserem Bezirk vor allem das Christentum – und gefeiert wird meist im engsten Freund:innen- und Familienkreis. Alle, die mehr über wichtige religiöse Feiertage erfahren wollen, sind hier richtig!

Am 13.04.2021 beginnt nach dem islamischen Kalender der neunte Monat: Ramadan. Der Fastenmonat Ramadan nimmt im Islam eine besondere Stellung ein. Er erinnert an die Offenbarung des Koran an den Propheten Mohammed. Der Ramadan ist eine Zeit, in der viele Menschen innehalten, Ruhe finden und sich mit ihrem Glauben beschäftigen. Laternen schmücken während des Ramadans die Wohnungen vieler Muslim:innen.Das Fasten im Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam, den wichtigsten Regeln für Muslim:innen. 30 Tage lang wird tagsüber unter anderem auf Essen, Trinken und Rauchen verzichtet. Nach Sonnenuntergang wird gemeinsam mit Freund:innen und Familie das Fasten gebrochen. Menschen, die körperlich nicht in der Lage sind zu fasten, sind davon ausgenommen: Alle, die schwanger oder krank sind, reisen oder stillen, sind angehalten, das Fasten zu einem anderen Zeitpunkt nachzuholen. Kinder sind vom Fasten befreit.

Ramadan Mubarak, einen gesegneten Ramadan wünschen wir!

Ein zentrales Fest im Christentum wurde im April gefeiert: Ostern! Christ:innen glauben, dass Jesus Christus für ihre Sünden gekreuzigt wurde und wiederauferstanden ist. Zu Ostern wird die Auferstehung Jesu gefeiert und damit auch die Befreiung von Sünde und Tod. Mit dem Beginn des Osterfests endet die christliche Fastenzeit. Für orthodoxe Christ:innen beginnt Ostern erst Anfang Mai.Viele Treptow-Köpenicker:innen feiern Ostern mit der Suche nach Ostereiern und Schokolade. Einige Bräuche, die mit Ostern verbunden werden, wurden aus anderen Traditionen übernommen – so galt zum Beispiel das Osterei schon in vorchristlicher Zeit als Symbol für das Leben. Weil Jesus Jude war und seine Hinrichtung und Auferstehung laut der Bibel während des Pessach-Festes stattfanden, fallen die beiden Feste auf einen ähnlichen Zeitraum. In vielen Sprachen findet sich der Ursprung des Festes in seinem Namen wieder: So heißt Ostern etwa auf Türkisch Paskalya, auf Albanisch pashkët und auf Schwedisch påsk.

Allen, die es feiern, wünschen wir frohe Ostern!

Am 27. März feierten Juden:Jüdinnen den Seder-Abend, mit dem das Pessach-Fest beginnt. Pessach gehört zu den wichtigsten jüdischen Festen. Es erinnert an die Befreiung der Israelit:innen aus der ägyptischen Sklaverei vor über 3000 Jahren. Der Seder-Abend folgt einer genau festgelegten Ordnung („Seder“). Ein Teil des Seder-Abends ist ein festliches Mahl. Vor und während des Essens wird die Haggada, die Erzählung vom Auszug der Israelit:innen aus Ägypten, gelesen. Auf dem Tisch steht dabei der Seder-Teller, auf dem jede Speise eine symbolische Bedeutung hat. Am Seder-Abend wird die Geschichte von Pessach erfahrbar gemacht und von Generation zu Generation weitergegeben.
Weil die Israelit:innen damals in Eile aufbrechen mussten, hatten sie keine Zeit, ihren Brotteig zu säuern. In Erinnerung daran werden zu Pessach eine Woche lang Matzen – dünne, ungesäuerte Brotfladen – gegessen.
Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, wie Juden:Jüdinnen in Treptow-Köpenick Pessach feiern und was ihnen das Fest bedeutet, schaut euch das Video „Was ist Pessach für mich? Jüdische Stimmen von heute vor Ort“ an.
Allen, die Pessach feiern, wünschen wir: Pesach Sameach!

Am 20. bzw. 21. März begehen einige Treptow-Köpenicker:innen das Neujahrsfest Nouruz. „Nouruz“ oder „Newroz“ bedeutet übersetzt „Neuer Tag“ und es feiert den Beginn des Frühlings zur Tag- und Nachtgleiche. Die Ursprünge von Nouruz liegen im Zoroastrismus, heute wird es aber unabhängig von der Religionszugehörigkeit gefeiert. Offizieller Feiertag ist Nouruz in Afghanistan, Albanien, Aserbaidschan, Indien, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Mazedonien, Tadschikistan, Türkei und Turkmenistan. Eigentlich kennt Nouruz aber keine Grenzen: Insgesamt 300 Millionen Menschen weltweit beteiligen sich an den Feierlichkeiten.
Ein wichtiger Bestandteil von Nouruz ist Haft Sin, sieben Elemente, die auf Persisch mit „S“ beginnen und auf ein Tischtuch gelegt werden. Fereshte sagt dazu: „Für Nouruz bereiten wir in Iran einen Tisch mit vielen Gaben vor, den Haft Sin. Dazu gehören ein Buch, Gras, Fisch, ein Apfel, Knoblauch, Essig und Münzen. Wir feiern das Fest mit der Familie und Freund:innen.“

Felicitas Höck (Projektleitung)

E-Mail: hoeck@kommunale-oekumene.de

Telefon: 01522 7519907

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